Dock-Kapazitäten werden mit Schwimmdock aus Kiel erweitert
Das Team der Emder Werft und Dock GmbH (EWD) um Geschäftsführer Björn Sommer blickt rund vier Wochen nach Beginn sehr positiv auf das Jahr 2026. Das Unternehmen verzeichnet derzeit bereits eine Auslastung mit verschiedenen Reparatur- und Modernisierungsaufträgen für Schiffe nahezu jeder Art bis Ende August. Zudem gibt es bereits Anfragen für weit in das Jahr 2027. Um die Nachfrage nach komplexen Reparatur- und Modernisierungsaufträgen weiter bedienen zu können, werden die Dockkapazitäten an der Ems noch in diesem Jahr erweitert. Ein Schwimmdock aus Kiel ergänzt demnächst die Infrastruktur in Emden.
„In diesem Zuge werden wir uns jedoch vom Unternehmenszweig EWD Kiel auf dem Gelände der ehemaligen Lindenau-Werft trennen“, sagt EWD-Geschäftsführer Björn Sommer. Den dort fest angestellten Mitarbeitern wurden Übernahmeangebote zum Wechsel innerhalb der Benli-Gruppe gemacht.
Seit September 2023 hatten EWD und dessen Hauptgesellschafter, die Benli-Group aus Bremerhaven, das Areal der ehemaligen Lindenau-Werft gemietet und schon vor drei Jahren das ehemalige 165 Meter lange und 26 Meter breite ehemalige Lindenau-Schwimmdock gekauft. „Unser Hauptstandort in Emden ist so gut ausgelastet, dass wir das zusätzliche Dock dort einfach sehr gut gebrauchen können und das nun auch innerhalb der kommenden Monate nach Emden schleppen werden“, so Sommer.
An der Emsmündung ist man unterdessen bis in den August mit Aufträgen ausgelastet. So werden gleich mehrere Insel-Fähren der Reederei Frisia modernisiert, Stamm- aber auch Neukunden laufen mit ihren Schiffen die Emden Dockyard für Klasse-Arbeiten an und zusätzlich erhalten verschiedene Schiffe von dem derzeit rund 150-köpfigen Team der EWD Optimierungen. Zusätzlich bestehen schon Anfragen bis in das Jahr 2029.
Die EWD ist seit Anfang 2020 Teil der Bremerhavener Benli Group. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Schiffsreparatur, Schiffsausrüstung, Sektionsbau und Stahlbau.